BDKJ - Fragebogen zur Wahl 2002


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Geschrieben von Volkmar Kunze am 05. August 2002 16:13:41:

Fragebogen zur Wahl 2002
BDKJ – Eine Aktion der katholischen Jugendverbände

Die drei Kampagnenfragen

Die Lebensperspektiven von Kindern und Jugendlichen sind in unserer Gesellschaft gefährdet. Kinder zu haben ist in der reichen deutschen Gesellschaft das größte Armutsrisiko. Die Zukunft wird heute mit immer stärkeren "Erblasten" aufs Spiel gesetzt (z.B. Vernachlässigung der Bildung, Staatsverschuldung, kein nachhaltiges Wirtschaften…).

Frage 1:
Welche grundlegenden Änderungen wollen Sie durchsetzen, um die Zukunftsperspektive der jungen Generation zu verbessern?

Antwort:
Ich bin Vater von fünf Kindern und ich habe es nie bereut. Sicherlich spielt die Frage nach der persönlichen Existenz eine besondere Rolle. Aber vor allem entscheidet die eigene Lebensauffassung. Ich trete für ein kinderfreundliches Steuerrecht ein, gegenwärtig werden Familien mit Kindern eher bestraft. Einerseits muss der Umfang an Ausbildungsplätzen in Betrieben und andererseits die Anzahl der Arbeitsplätze nach der Ausbildung erhöht werden. Die überbetriebliche Ausbildung ist nur ein Notweg. Für die Überzeugung unserer Jugend, hier zu bleiben, sind florierende Betriebe, besonders des Mittelstandes erforderlich. Geringere Steuern schaffen Freiräume für Investition und Konsumtion.

Frage 2:
Was schlagen Sie zur Weiterentwicklung unserer Demokratie vor, um das politische Engagement der jungen Generation aufzugreifen?

Antwort:
Leider muss ich aus meiner aktiven kommunalpolitischen Arbeit die Erfahrung anmerken, dass die persönliche Bereitschaft, Aufgaben in der Demokratie zu übernehmen, auch bei der Jugend nicht durchgängig ausgeprägt ist. Dabei bietet sich als Einstieg das echte kommunale Engagement für die eigene Heimatgemeinde an. In kommunalen Ausschüssen für Jugendarbeit sollte nicht die Pflicht zur Mehrheit von Ratsmitgliedern bestehen. Wo möglich, sollten Jugendgemeinderäte als Beratungsgremien mit Gewicht gewählt werden.

Frage 3:
Was wollen Sie in der nächsten Legislaturperiode konkret für Kinder und Jugendliche in den Deutschen Bundestag einbringen und gesetzgeberisch verändern?

Antwort:
Neben dem allgemeinen Kinder- und Jugendschutzrecht und Ansprüchen aus dem SGB sind die anderen Möglichkeiten in der Zuständigkeit des Landesgesetzgebers, d.h. des Landtages Sachsen, zu finden. Allerdings sollte die Förderung von Kindern und Jugendlichen und deren Anspruch auf einen Ausbildungsplatz ein Staatsziel im Grundgesetz sein. Das "Drogenschutzrecht" muss verschärft werden. "Pisa" monierte die Bildungsergebnisse. Bildung ist Wissen und Lebensempfindung. Nicht Noten sondern Bildungsinhalte sind das Ziel, die Ziele sollten Bundesrecht werden, damit eine Vergleichbarkeit entsteht, z.B. für den Hochschulzugang.

Volkmar Kunze




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