Re: Anfrage zur Finanzierung im Gesundheitswesen


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Geschrieben von Volkmar Kunze am 26. Juli 2002 20:02:28:

Als Antwort auf: Anfrage zur Finanzierung im Gesundheitswesen geschrieben von Harry Burkhardt am 26. Juli 2002 19:57:25:

Sehr geehrter Herr Burkhardt,

mit Interesse habe ich Ihren Brief gelesen, der mir heute vom FDP-Landesvorstand übermittelt wurde. Da ich vor vielen Jahren selbst einmal im Gesundheitswesen tätig war, kann ich Ihre Fragen auch sehr gut verstehen. Sie möchten meine Auffassung zum Versand von Arzneimitteln wissen, wozu ich Ihnen gern Rede und Antwort stehe.

Der Versandhandel per Internet ist heute eine neue und durchaus tragfähige Handelsform für viele Produkte. Der potentielle Kunde erhält einschlägige Kurzinformationen, wie sie auch in einem Supermarkt oft am Produkt ablesbar sind. Worauf der Kunde verzichtet, ist die individuelle Beratung. Das mag bei Gartengeräten und auch bei Autos noch angehen. Bei Schmuck halte ich es für ebenso nachfragenswert, wie bei Lebensmitteln. Bei Heilprodukten halte ich es für bedenklich - schließlich geht es um Gesundheit oder gar Leben. Ich kann mir nicht vorstellen, per Internet „Vergleichsprodukte“ auszuwählen, weil ich davon nichts verstehe. Dafür habe ich meinen Arzt oder Apotheker. Bei Bedarf frage ich meine Schwester, die niedergelassene Ärztin ist. Die prognostizierte Kosteneinsparung kann den Patienten sehr viel teurer kommen, als er sich denkt, wenn er Negativalternativen bedenkt. Ich käme jedenfalls nie auf die Idee, Medizin über das Internet anzufragen.

Schon wegen möglicher Haftungsfolgen, die ein Leben ausmachen können, empfehle ich weiter die ortsansässige Apotheke. Hier habe ich Service aus einer Hand und das volle Beratungsangebot.

Lieber Herr Burkhardt,
das sind keine Floskeln, sondern Erfahrungen aus dem Leben, die ich heute und in Zukunft auch in der sogenannten „modernen Gesellschaft“ bedenke.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Dr. Volkmar Kunze




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